Schulentwicklungsplan verabschiedet – ein starkes Signal für unsere Kinder

Mit einer klaren Mehrheit hat der Rat der Stadt Kreuztal am vergangenen Donnerstag den neuen Schulentwicklungsplan beschlossen – gegen die Stimmen von CDU und FDP. Die SPD Kreuztal begrüßt diesen wichtigen Schritt ausdrücklich. Damit wird deutlich: Bildung hat in Kreuztal Priorität und wir stellen heute die Weichen für die Bildungslandschaft von morgen.
Der neue Schulentwicklungsplan ist weit mehr als ein technisches Planungsinstrument. Er ist ein starkes politisches Bekenntnis zur Bildungsgerechtigkeit und zur sozialen Verantwortung unserer Kommune. Über 30 Millionen Euro wird die Stadt in den kommenden Jahren in ihre Schulen investieren. Davon entfallen allein 20 Millionen Euro auf den Ausbau des offenen Ganztags an den Grundschulen. Gerade für junge Familien bedeutet das bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie – und für die Kinder mehr individuelle Förderung, mehr Zeit zum Lernen, Spielen und Entwickeln. Dass das Land NRW bisher nur 1,2 Millionen Euro an Zuschüssen bereitgestellt hat, zeigt leider erneut, wie sehr die Kommunen von der schwarz-grünen Landesregierung im Stich gelassen werden.
Michael Kolodzig, SPD-Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat betonte: „Der Plan zeigt, dass uns die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen am Herzen liegt. Wir investieren nicht nur in Gebäude, sondern in Zukunft.“
Auch Schulausschussvorsitzende Heike zur Nieden wies darauf hin, dass die neu geschaffenen Räume nicht nur dem Ganztag zu gute kämen. Vielmehr verbesserten sie auch direkt die Unterrichtssituation – ein echter Gewinn für die pädagogische Arbeit an den Schulen.
Umso enttäuschender war das Verhalten der CDU, die wie bereits im Schulausschuss dem Plan nicht zustimmte. Eine solche Blockadehaltung, ohne konstruktive Gegenvorschläge, ist aus Sicht der SPD unverantwortlich. Statt mitzuarbeiten und konkrete Verbesserungen einzubringen, wurden allgemeine Forderungen nach „Mehr“ aufgestellt, ohne zu sagen, was das konkret bedeuten soll. Dabei war es über Jahre hinweg Konsens in Kreuztal, Schulpolitik in den meisten Punkten gemeinsam und über Parteigrenzen hinweg zum Wohle der Kinder zu gestalten. Die SPD bedauert ausdrücklich, dass dieser Konsens offenbar im Wahlkampf geopfert wird.
Der Schulentwicklungsplan berücksichtigt alle Schulformen und alle Stadtteile. An nahezu allen Grundschulstandorten wird saniert oder erweitert – in Eichen, Buschhütten, Fellinghausen, Dreslers Park und Kredenbach. Für Übergangsphasen wurden kreative Lösungen gefunden, etwa in Form von temporären Räumen in der Turn- und Festhalle oder leerstehenden Gewerbeflächen in der Innenstadt. Auch die weiterführenden Schulen – Gesamtschule, Gymnasium und Realschule – sind Teil der Planungen. Barrierefreiheit, moderne Lernbedingungen und genügend Raum für steigende Schülerzahlen stehen im Mittelpunkt.
Ein besonderes Augenmerk gilt auch der jährlichen Fortschreibung des Plans. So bleibt die Schulentwicklung flexibel und kann auf veränderte Bedarfe, etwa durch steigende Geburtenzahlen oder neue Zuzüge, jederzeit reagieren. Die wohnortnahe Versorgung durch Grundschulen in allen Stadtteilen bleibt erhalten, getreu dem Motto „Kurze Beine, kurze Wege“.
Die Kritik der CDU an Raumgrößen oder der zeitlichen Abfolge von Maßnahmen ist vor diesem Hintergrund nicht nur haltlos, sondern auch widersprüchlich. Einerseits werden größere Klassenräume und schnellere Umsetzungen gefordert, andererseits werden Einsparungen angemahnt. Auch die Unterstellungen der FDP, die Realschule werde „klein gehalten“, sind nicht nur unbelegt, sondern zeugen von einem parteipolitisch motivierten Misstrauen gegenüber einem Plan, der in enger Abstimmung mit Schulen, Eltern, Verwaltung und Politik erarbeitet wurde.
Für die SPD Kreuztal steht fest: Der Schulentwicklungsplan ist ein zukunftsfähiges, verantwortungsvolles und sozial ausgewogenes Konzept. Er sichert nicht nur den Bildungsstandort Kreuztal, sondern schafft auch neue Perspektiven für Kinder, Eltern und Lehrkräfte. Gute Bildung darf nicht zur politischen Verhandlungsmasse werden, sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der wir uns mit ganzer Kraft widmen.
Die SPD Kreuztal dankt allen, die an der Erarbeitung des Plans beteiligt waren und wird auch in Zukunft dafür einstehen, dass Bildung in Kreuztal nicht vom Geldbeutel oder Wohnort abhängt, sondern allen Kindern die gleichen Chancen eröffnet.
