Kreuztaler SPD stark beim Unterbezirksparteitag der SPD Siegen-Wittgenstein vertreten
Neuer Vorstand gewählt

Beim Ordentlichen Unterbezirksparteitag der SPD Siegen-Wittgenstein war die Kreuztaler SPD inhaltlich wie personell stark präsent. Delegierte aus allen drei Kreuztaler Ortsvereinen nahmen teil und brachten sich engagiert in die Beratungen ein.
Der inhaltliche Schwerpunkt des Parteitags lag klar auf der Situation der frühkindlichen Bildung im Kreis Siegen-Wittgenstein. Die Diskussionen machten deutlich: Die chronische Unterfinanzierung des Landes NRW gefährdet die Qualität der Betreuung, die Verlässlichkeit der Öffnungszeiten und vor allem den Fortbestand kleiner, ein- und zweigruppiger Kitas in unseren Ortschaften.
Kitas im Fokus: Parteitag fordert Garantien für kleine Einrichtungen und verlässliche Betreuung
In einer eindrucksvollen Stellungnahme berichtete eine Elternvertreterin über Schließtage, eingeschränkte Öffnungszeiten und den Druck auf Familien, kurzfristig Lösungen finden zu müssen. Die Delegierten formulierten daraufhin unmissverständlich den politischen Handlungsauftrag an Land und Landtag.
Der Parteitag verabschiedete einen umfassenden Antrag, der folgende Punkte fordert:
-
Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz in allen Kommunen des Kreises.
-
Garantien für den Bestand ein- und zweigruppiger Kitas, inklusive verlässlicher Finanzierung – ein wichtiger Beitrag zum sozialen Zusammenhalt im ländlichen Raum.
-
Verlässliche Öffnungszeiten, damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht vom Personalmangel abhängt.
-
Stärkung multiprofessioneller Teams, um Qualität und Stabilität der Betreuung zu erhöhen.
-
Eine auskömmliche, vollständige Finanzierung ohne steigende Eigenanteile für Träger und Kommunen.
Besonders betont wurde die Notwendigkeit einer echten KiBiz-Reform, die seit Jahren überfällig ist und von der schwarz-grünen Landesregierung erneut verschoben wurde. Die vom Land veröffentlichten Eckpunkte lassen zentrale Bedürfnisse des ländlichen Raums weiterhin offen. Der Parteitag begrüßte zudem den Ansatz des Landrats, kleine Kitas als „Dritte Orte“ weiterzuentwickeln – als Begegnungsräume, soziale Ankerpunkte und lebendige Infrastruktur in den Ortschaften. Die Beratung machte deutlich: Es braucht dringend politische Entscheidungen in Düsseldorf, die die Realität vor Ort anerkennen und endlich die Rahmenbedingungen schaffen, die Familien, Kinder, Träger und Kommunen brauchen.
Ebenfalls einstimmig verabschiedet wurde zwei Anträge der Jusos zum Umgang mit rechtsextremen Parteien – ein wichtiges Signal für Demokratie und klare Haltung gegen rechts.
Gespräch mit den neu gewählten Bürgermeistern
Ein weiterer inhaltlicher Programmpunkt war das Gespräch mit den beiden neu gewählten Bürgermeistern Michael Kolodzig (Kreuztal) und Tristan Vitt (Siegen). Beide berichteten über den Wahltag, die Zeit bis zum Amtsantritt und ihre ersten Erfahrungen im neuen Amt.
Vorstandswahlen: Kreuztal stark vertreten
Die Doppelspitze Nicole Reschke und Adhemar Molzberger wurde mit großer Mehrheit bestätigt. Ebenso wurde Landrat Andreas Müller erneut als Schatzmeister gewählt. Michael Kolodzig, neu gewählter Bürgermeister unserer Stadt, wurde erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden des Unterbezirks gewählt. Weitere stellvertretende Vorsitzende sind zukünftig Sabine Klein und Hendrik Fuchs. Besonders erfreulich ist auch die starke Besetzung im erweiterten Vorstand: Mit Dr. Stefanie Flick, Heike Siebel, Björn Eckert und Aytac Düzgün wurden vier Kreuztalerinnen und Kreuztaler neu als Beisitzer in den Unterbezirksvorstand gewählt. Sie folgen auf Heike zur Nieden und Peter Müller, die nicht erneut kandidierten. Wir gratulieren allen Gewählten herzlich und wünschen viel Erfolg in ihren Aufgaben!
