Montag 27.01.2025

Gedenken am Fred-Meier-Platz

Achtzigster Jahrestag der Berfreiung des KZ Auschwitz

Verteidigung der Demokratie so wichtig wie nie!

Seit 1983 treffen sich alljährlich Menschen am Fred-Meier-Platz in der Littfelder Grubenstraße, um dem grausamen Schicksal des dreijährigen Jungen zu gedenken, dessen Deportation 1943 in ein Vernichtungslager der Nationalsozialisten den Anlass gab, diesem Platz seinen Namen zu geben. Auch im achtzigsten Jahr nach der Befreiung des KZ Auschwitz wurde in der Feierstunde an ihn gedacht.

Bürgermeister Walter Kiß schlug den Bogen aber über das konkrete Erinnern hinaus. „Nicht nur in den Nachrichten und auf Wahlplakaten, sondern auch im täglichen Austausch müssen wir feststellen, dass menschenfeindliches Gedankengut inzwischen ohne jede Zurückhaltung und Achtung vor den grundlegenden Regeln des Anstands offen geäußert und sogar noch verteidigt wird. Angeheizt durch die Filterblasen und Fake-News in den sogenannten Sozialen Medien und getrieben von einzelnen rechtsradikal aufgestellten Parteien wird unsere Gesellschaft gespalten und gegeneinander aufgehetzt.“, führte er aus. Gerade heute gelte es die Demokratie zu verteidigen.

Auch die anderen Redner, Kinder des Jugendtreffs „Glonk“, der Vorsitzende des Integrationsbeirates Jose Sobrino Ramirez und Regina Tanger von der Christlich-Jüdischen-Gesellschaft appellierten in ihren Wortbeiträgen für den Zusammenhalt in der Gesellschaft unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt!“. Die kommenden Wahlen dürften nicht zu einem weiteren Rechtsruck in Deutschland führen, wie man ihn schon lange in anderen Ländern Europas und in den USA erleben könne.

Vertreter der Littfelder Ortsvereine, der Bürgermeister und seine VertreterInnen, die Christlich-Jüdische -Gesellschaft und die Fraktionsvorsitzenden des Rates legten im Anschluss Kränze nieder.

Der CVJM Posaunenchor Buschhütten begleiteten die Veranstaltung musikalisch.